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Harald Wolff

1. Juni - 7. Juli

Neue Arbeiten auf Papier und Leinwand
Harald Wolffs Kunst gibt Verweise, welche die beruhigende Banalität des Alltäglichen evozieren, die Ordnung, die Einfachheit des Gegenwärtigen. Schon will man Dargestelltes bewundern, was man ganz natürlich um sich herum erblickt, was den Stoff des Lebens ausmacht, wovon man weiß, dass es überall auf der Oberfläche dieser Erde existiert, die so klein geworden ist, so bequem zu erforschen, dass sie bald keine Überraschungen und Geheimnisse mehr bietet. Aber dann! Irgendetwas gibt einem ein Zeichen, stört einen, hält einen fest. Was das Denken anfangs leichthin freigelegt hatte von seinen Absichten, wird unversehens zweifelhaft. Der erste Augenschein löst sich auf, dem Blick wird Angst. Der Überlagerung des Bildes über die Worte setzt nach und nach eine Widersprüchlichkeit ein, die wanken macht und den Tintengeruch einer Welt ausbreitet, die widersteht, sich entzieht.

Diese Beine, Büsten, Köpfe in offen-geschlossenen Räumen; diese Ansammlungen von Zeichen, Hinweisen, Dingen lassen die beunruhigende Vorstellung aufkommen, dass der Mensch, wenn er hinter die Darstellung dringen und die Gegenwärtigkeit bewohnen, ihre Form und Materie, ihren Ursprung und Sinn teilen wollte, zum Eindringling wird. Man glaubt eine Welt vor sich zu sehen, wo man in Frieden ausruhen, meditieren, sein Erstaunen verbreiten kann, aber was man auch tut, man erkennt sich nicht mehr in dem pikturalen und graphischen Spiegel, wo man vergeblich der Schönheit nachjagt.

Details

Beginn:
1. Juni
Ende:
7. Juli
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Kunstraum Vincke-Liepmann
Häusserstr. 25 0
Heidelberg, 69115 Deutschland