Galerie Marianne Heller

  • Friedrich-Ebert-Anlage 2, im Stadtgarten
  • 06221 - 61 90 90
  • info@galerie-heller.de
  • Di - Fr 11 - 13, 14:30 - 17, Sa 11 - 16 Uhr nach Vereinbarung
  • www.galerie-heller.de

Arnold Annen / Violette Fassbaender

20.06.2020 – 28.08.2020

Zum zweiten Mal seit 2014 ist Arnold Annen Gast in der Galerie Marianne Heller, dieses Mal begleitet von Violette Fassbaender, Lebens-und Werkstattgefährtin. Auf den ersten Blick nimmt der Betrachter der Werke der beiden Schweizer Künstler vor allem ihre Unterschiede wahr: hier Arnold Annens durchscheinend dünnwandige, scheinbar schwebende weiße Schalen und Objekte aus Porzellan, dort Violette Fassbaenders spannungsvolle, in sich geschlossene, aus Porzellan und Steinzeug gebaute Körper. Bei näherer und wiederholter Betrachtung jedoch wird ihre Verwandschaft spürbar. Beide Künstler präsentieren uns Findlinge aus dem Reich des Unsichtbaren, scheinbar nur aus Licht bestehende Membranen hochgebrannten harten Porzellans, Einzellern ähnelnde, an unsere ozeanische Herkunft erinnernde Skulpturen, aus Matterhörnern und Moränenlandschaften der Imagination komponierte Relikte der Erdgeschichte: vollkommenes, ingeniöses Handwerk im Dienst großer Kunst.

Heidelberger Kunstverein

  • Hauptstrasse 97, 69117 Heidelberg
  • 06221 – 18 40 86
  • hdkv@hdkv.de
  • Di, Mi, Fr, Sa, So 11 Uhr – 18 Uhr, Do 11 Uhr – 20 Uhr
  • www.hdkv.de

Confluence Sangam संगम

19.06.2020 – 16.08.2020

Nadira Husain, Preisträgerin des WERK.STOFF Preis für Malerei der Andreas Felger Kulturstiftung und des Heidelberger Kunstvereins, lädt die Künstlerinnen Amina Ahmed und Varunika Saraf zu einer gemeinsamen Ausstellung ein.

Die Worte Confluence, Sangam / संगम beschreiben im Englischen und Hindi den Moment, in dem sich mehrere Strömungen aus unterschiedlichen Richtungen treffen, zusammenfließen und sich gemeinsam einen Weg bahnen. Die künstlerische Praxis von Nadira Husain, ist geprägt von eben jenem Zusammenfließen unterschiedlicher kultureller Bildwelten. Nadira Husain schöpft aus den eigenen Lebenserfahrungen, wenn sich in ihren farbenprächtigen Arbeiten Moghul-Miniaturen mit Comics treffen, oder sich hinduistische Gottheiten, antike und babylonische Fabelwesen mit Frauenkörpern verschränken. Als Tochter eines Inders und einer Französin wuchs Nadira Husain in Paris auf und lebt seit geraumer Zeit in Berlin. Husain nutzt nicht nur Leinwand, sondern auch andere textile Untergründe und traditionelle Handwerkstechniken, die sie u.a. in Kooperation mit verschieden Kunsthandwerker*innen ausführt, um transkulturelle Bildwelten des 21. Jahrhunderts zu entwerfen.

Die Ausstellung ›Confluence Sangam संगम‹ ist Ausdruck dieser künstlerischen Haltung. Mit Amina Ahmed und Varunika Saraf haben Nadira Husain und der Heidelberger Kunstverein zwei weitere Künstlerinnen mit indischen Wurzeln eingeladen. Ihre Lebensläufe sind ebenfalls von Migrationserfahrungen geprägt. Auf unterschiedliche Weise gehen sie mit den transkulturellen Erfahrungen um. Varunika Saraf nutz die Wasli-Papier-Technik der Moghul-Malerei, um sich selbst in die Kunstgeschichte einzuschreiben und die aktuelle indische Protestbewegung zu dokumentieren. Ihre Arbeiten werden erstmals in Europa gezeigt. Amina Ahmed, die in Uganda, Großbritannien, dem Iran und nun in den USA lebt, wendet sich den geometrischen Grundformen zu, die für sie eben nicht Abstraktion bedeuten, sondern einen lebendigen Ausdruck bildlicher Tradition unterschiedlicher Kulturen bilden. Ihre Arbeiten werden erstmals in Deutschland gezeigt.

Die Werke der Künstlerinnen sind das Resultat zahlreicher Kreuzungen. Verschiedene Ausgangspunkte sind Voraussetzung für ihren Kontakt, für immer neue Schnittpunkte. Ein solches Verständnis von Transkulturalität richtet sich gegen die Idee von homogenen, sich klar voneinander abgrenzenden, konfliktären kulturellen Einheiten. Ein Bestehen auf hybride Identitäten stellt in unserem globalen Zeitalter, in dem Kulturen zwar dynamischen und komplexen Prozessen besonders ausgesetzt sind, sich aber auch nationale Grenzen verstärken, eine wichtige Herausforderung dar.

Zur Ausstellung erscheint eine Monografie von Nadira Husain.

Mit freundlicher Unterstützung des Museums für angewandte Kunst Wien und des Institut français Deutschland, in Kooperation mit dem Heidelberg Centre for Transcultural Studies an der Universität Heidelberg, der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Französischen Woche Heidelberg.

Im Rahmen des Programms JEUNES COMMISSAIRES des Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland, unterstützt durch das französische Kulturministerium und das Deutsch-Französische Jugendwerk.

Bettendorffsche Galerie

  • Im Schlossgarten 1, 69181 Leimen-Gauangelloch
  • 06226-99 00 00
  • beatrix-altmann@web.de
  • Fr, Sa 14-18 Uhr, Sonn- und Feiertage 12-18 Uhr
  • www.bettendorff.de

John Calakuta, Malerei– Skulpturen

05.07.2020 bis 20.09.2020

Durch die Coronakrise hat die Bettendorffsche Galerie die geplante Ausstellung im Sommer mit Agnes Nyanhongo aus Simbabwe, der bekanntesten Steinbildhauerin Afrikas, auf nächstes Jahr verschieben müssen, da weder ihre Skulpturen zugänglich sind, noch die Künstlerin eine Reisegenehmigung bekommen konnte.
Coronazeit ist auch Besinnungsszeit … auf das Naheliegende. So besinnt sich die Galerie mit der Ausstellung John Calakuta, Malerei– Skulpturen der Sammlung Bettendorff auf ihre Sammlung der Shona-Bildhauer im Schlossgarten der Galerie sowie in ihren Räumlichkeiten. Außerdem werden die Bilder des Kameruner Malers John Calakuta über den Sommer weiterhin zu sehen sein. Auch präsentiert die Galerie neue Skulpturen des simbabwischen Steinbildhauers Stanford Fata und des deutschen Künstlers LONS alias Jörg Künkel. Sowohl Fata als auch Calakuta leben schon seit einigen Jahren in Deutschland.

John Calakutas Bilder sind Geschichten aus seinem Leben, inspiriert durch die Kultur, in der er aufgewachsen ist. Neben einer großen Vielfalt von Landschaftseindrücken seiner Heimat und mystischen Szenen, die Rätsel aufgeben, greift er auch Motive aus der Tierwelt auf, die er in bunter Palette auf die Leinwand bringt, so die „Wasserschildkröte“. Mit ihrem harten Panzer bedeutet sie für ihn Schutz vor den äußeren Einflüssen, die man nicht bestimmen kann. Schutz, den sich jeder wünscht,in diesen Zeiten… ein ganz aktuelles Thema in der Coronakrise.

Stanford Fata lebt seit 16 Jahren in Heidelberg. In seinen vielfältigen Skulpturen, mit unterschiedlicher Oberflächenbearbeitung, ist er ein Meister seiner Kunst. Der simbabwische Serpentinstein, ein 2,6 Milliarden Jahre alter Vulkanstein, ist hauptsächlich sein Metier. Stanford Fata hat eine ganz eigene Synthese erschaffen zwischen dem Einfluss der europäischen Kunst und dem Ausdruck der Magie seiner Heimatkultur.

Die neuen Skulpturen des deutschen Künstlers LONS, alias Jörg Künkel, vervollständigen diese Sommerausstellung. Aus ausgewählten Schrottteilen, Schwemmholz und Stoffen arbeitet LONS seine Skulpturen, denen er afrikanische Namen gibt. Mit ihnen folgt er seiner Philosophie, alte, aus anderen Zusammenhängen gebrauchte Gegenstände, in gänzlich neuen Welten weiter leben zu lassen.

Der wunderschöne Garten der Galerie lädt ebenfalls ein zu einem Kunstgenuss. Hier können Sie mit entsprechendem Abstand zueinander, in der frischen Luft, in Ruhe, unsere einzigartige Sammlung ausgewählter Skulpturen unterschiedlicher zeitgenössischer simbabwischer Bildhauer genießen. Dazu zählen u.a. Henry Munyaradzi, der bereits im Museum of Modern Art in New York oder in Paris im Musée Rodin zu sehen war.

Bettendorffsche Galerie Im Schlossgarten
06221-990000
Fr.u.Sa. 14-18Uhr
Sonn-und Feiertage 12-18Uhr
bettendorff.de
facebook bettendorffsche galerie
Instagram bettendorffsche_galerie

Prinzhornsammlung

  • Voßstr. 2, 69115 Heidelberg
  • 06221 564492
  • Prinzhorn@uni-heidelberg.de
  • Mi 15 - 20 Uhr Do, Fr 13 - 17 Uhr Sa 12 - 17 Uhr An Feiertagen 12 - 17 Uhr
  • www.prinzhorn.ukl-hd.de

Ein mehrfacher Millionenwerth

26.03.2020 bis 31.10.2020

Die Ausstellung „Ein mehrfacher Millionenwerth“ ist der Auftakt zu der am 17. Mai eröffnenden Dauerausstellung „Die Sammlung Prinzhorn: Von Irrenkunst bis Outsider Art“. Gezeigt werden besonders fragile Werke der historischen Sammlung, die nicht mehr dauerhaft präsentiert und in der Regel auch nicht mehr verliehen werden können. Unter diesen Schätzen der Sammlung sind auch Ikonen des Fundus, wie das selbst genähte und mit autobiographischen Texten bestickte Jäckchen von Agnes Richter (1895), das Vexierbild Hexenkopf/Landschaft (zwischen 1913-1917) von Hans Prinzhorns „schizophrenem Meister“ August Natterer und die von Carl Lange dokumentierten, visionären Wunderbilder, die er um 1900 in seiner Schuheinlegesohle entdeckte und denen er „mehrfachen Millionenwerth“ zuschrieb. Aber es gibt natürlich auch wieder Neues und Unbekanntes zu entdecken, darunter eine große Vielfalt von Heften und Büchern, die von Psychiatriepatienten angefertigt wurden und von denen viele noch nie ausgestellt waren.

Kurpfälzisches Museum

  • Hauptstr. 97, 69117 Heidelberg
  • 06221 5834020
  • kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de
  • Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
  • www.museum-heidelberg.de

Herkules - Unsterblicher Held

25.03.2020 bis 20.09.2020

Herkules, griechisch Herakles, ist in Heidelberg präsent. Er stützt sich auf seine Keule auf dem Marktplatz vor Heiliggeistkirche und Rathaus und ist zusätzlich lokalpolitisch tätig: in der regelmäßigen Glosse der Stadtredaktion der lokalen Rhein-Neckar-Zeitung, in der er seine Keule gegen Missstände stadtintern und stadtextern schwingt.


Ein markanter Herkules aus dem 2. Jh. n.Chr. ist auch Bestandteil eines der spektakulärsten Funde, die die Archäologen des Kurpfälzischen Museums (KMH) jemals machten. Ausgrabungen in HD-Neuenheim im Sommer 2007 führten direkt zu einer nahezu vollständig erhaltenen Jupitergigantensäule. Auf dem dazugehörigen Viergötterstein prangen Juno, Merkur, Minerva und Herkules.


Gemeinsam mit dem Swiss Lab for Culture Projects in Lugano widmet ihm das KMH im Frühjahr und Sommer 2020 nun eine große Sonderausstellung. Herkules, Sohn des Zeus und der sterblichen Alkmene, bleibt bis heute ein ambivalenter Held. Seine Kraft ist ebenso sprichwörtlich wie seine Unbeherrschtheit. In der Antike Gegenstand religiöser Verehrung, galt er im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit als mächtiger Streiter für das Gute. In Heidelberg symbolisiert er die Tugend und Stärke des Kurfürsten.


Die zwölf Arbeiten, die er zur Sühne für seine Raserei verrichten musste, sind unerschöpfliche Themen in der bildenden Kunst. Herkules eignete sich durch viele Jahrhunderte als Vorbild und Identifikationsfigur.


Die Ausstellung präsentiert spektakuläre Objekte in Kooperation mit Partnern aus Basel, Rom, Neapel und Turin, zum Teil erstmals in Deutschland gezeigt. Bedeutende archäologische Funde kommen aus großen deutschen Museen und der Antikensammlung der Universität Heidelberg.

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