Kunstraum Vincke Liepmann

„Fremd und vertraut“ betitelt Annette Bohn-Meinecke ihre Ausstellung im Kunstraum Vincke-Liepmann.
Zu sehen sind Malerei auf Leinwand, Holz oder Papier und kleine Bronzeplastiken.
Alle Arbeiten beschäftigen sich auf den ersten Blick gesehen mit der menschlichen Figur.

Vor einigen Jahren entdeckt die Malerin eine Sammlung von alten Familienfotos aus den 20er Jahren. Diese geben Inspiration für lange Zeit. Auf der Suche nach der eigenen Identität, entstehen Bilder und Skulpturen – keine Abbilder der vertrauten oder auch fremden Vorfahren, sondern verfremdete Menschenbilder auf der Suche nach der eigenen Identität.

Ein anderes Thema, das Annette Bohn-Meinecke seit der Studienzeit immer wieder beschäftigt ist Zirkus und Bühnenszene. Diese Arbeiten entstehen spontan aus dem Unterbewussten, zeigen oft stark bewegte und farbige Szenen, die man als eine Art inneres Theater beschreiben könnte. Annette Bohn-Meinecke nennt diese Gestalten „Untermieter in Kopf und Herz“.

Nach innen geht die geheimnisvolle Reise. Die Welt der Dinge, das, was wir Natur nennen, ist nur Artefakt, Projektionsfläche, gefrorener Geist.
Die fantastischen Figurationen im großen Welttheater der Annette Bohn-Meinecke sind Ausdruck inneren Erlebens und nicht Imitation von Gegenständen. Jedes Bild wird so zum Tagebuch der eigenen Existenz.
Ihre Kunst tritt nicht in Konkurrenz zur Wissenschaft oder zu den Erfahrungs-Routinen einer pragmatischen Lebens-führung.
Sie hat ihre eigenen Terrains: den Traum, das tiefe Unbewußte, Ängste und Wünsche.
Ihre Bilder sind ihr Reich der Freiheit. Getrieben von Unruhe, bieten sie ihr die Gelegenheit der Expression des eigenen Selbst und der Explikation der Möglichkeiten menschlichen Seins.
Das Auge des Betrachters wird zum Regisseur der unübersichtlichen Szene. Was er komponiert, während er scheinbar nur schaut, erzählt dann von ihm selbst.

Annette Bohn-Meinecke: Fremd und vertraut

27. Februar bis 11. April 2021

Terminabsprache: 0172 – 615 8497

Heidelberger Kunstverein

Wir sind hier

11.01.2021 – 05.04.2021

“Wir sind hier” präsentiert in Reaktion auf die Verlängerung des geltenden Lockdowns Werke von Künstler*innen, die für den Heidelberger Kunstverein tätig sind.

Die Arbeit von

Katharina Andes, Matthis Bacht, Maximilian Bauer, Eva Gentner, Manuel Dück, Diana Frasek, Matthias Gmeiner, Rosa-Violetta Grötsch, Valentina Jaffé, Markus Kaesler, Felicitas Kunisch, Annerose Müller, Eyal Pinkas, Nicolas Reinhart, Malte Römer, Björn Ruppert, Jochen Steinmetz, André Wischnewski

ermöglicht Ausstellungen und Begleitprogramme des Heidelberger Kunstvereins.

Als Expert*innen für künstlerische Arbeiten sind sie regelmäßig beim Auf– und Abbau der Ausstellungen, im Bereich Ausstellungsfotografie und Kunstvermittlung am Heidelberger Kunstverein beschäftigt. Fast alle arbeiten für verschiedene Kulturinstitutionen, meistens mit Honorarverträgen. Die verlängerte Schließung der Ausstellungshäuser trifft sie existentiell. Neben den Ausstellungsmöglichkeiten fallen auch Einkünfte weg.

Nun ist es Zeit, unseren Mitarbeiter*innen die Ausstellung ›Wir sind hier‹ zu widmen, – wie immer zahlen wir Künstler*innenhonorare.

Kurpfälzisches Museum

Schimmernde Schönheiten

7. März  – 4. Juli 2021

Luxusgerät aus Messing – Jugendstil bis Art Déco

Messing glänzt wie Gold, lässt sich industriell gut verarbeiten und ist darüber hinaus sogar alltagstauglich. Damit bringt dieses Metall alles mit, was zum stilvollen Verschmelzen von Form und Funktion beiträgt. Besonders in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts umgab man sich gerne mit edlen Gegenständen aus Messing. Wer etwas auf sich hielt, zeigte sich modern und kaufte sich im angesagten Design dekorative Kerzenleuchter, Tischleuchten, Schreibtischgarnituren, Schalen, Vasen, Bowlengefäße und Teekannen aus Messing. Besonders Jugendstil und Art déco brachten eine große Vielfalt an Messingobjekten hervor. Diese schönen goldglänzenden Gegenstände sorgten offensichtlich für so viel Freude, dass die Zeitschrift „Deutsche Kunst und Dekoration“ im Jahr 1923 Messing als das Metall der “Munterkeit und des Frohsinns” bezeichnete.
Sechsteiliges Teeservice, Amsterdam, um 1905, Entwurf Jan Eisenlöffel (1876 Amsterdam – 1957 Amsterdam), Foto: © Deutsches Messingmuseum für angewandte Kunst, Krefeld

Produziert und vertrieben wurden die Messingwaren durch weltbekannte Firmen wie AEG, WMF oder Neue Münchner Kunst. In den Entwürfen namhafter Künstler wie Peter Behrens, Bruno Paul oder Jan Eisenloeffel erkannte man ein großes Potenzial. Gleichzeitig brachte man die Produktion technisch auf den neuesten Stand und erreichte damit eine anspruchsvolle Käuferschaft. Einige Erfolgsmodelle dieser Zeit sind mittlerweile zu Designklassikern geworden.

Die Ausstellung präsentiert über hundert schimmernde Schönheiten. Sie schlägt den Bogen vom ornamental bewegten Jugendstil zum sachlicheren Art Déco und vermittelt im Zusammenspiel mit ausgewähltem Mobiliar ein Gefühl für den damaligen Lebensstil. Das kann durchaus inspirierend wirken, denn Stil erhält nach Arthur Schopenhauer “die Schönheit von Gedanken”.

Eine deutschsprachige Audioführung erläutert den geschichtlichen Kontext und die Besonderheiten ausgewählter Exponate.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Deutschen Messingmuseum für angewandte Kunst gGmbH, Krefeld, gezeigt.

Beachten und nutzen Sie die Anzeigen

Wir geben uns sehr viel Mühe, Sie mit den neuesten Veranstaltungstipps und Interessantem aus aus Heidelberg zu versorgen. Sie können uns unterstützen, indem Sie die Anzeigen auf unserer Website berücksichtigen. Vielen Dank!