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Wolfgang Troschke

Wolfgang Troschke befasst sich in seiner Druckgraphik und seinen malerisch-zeichnerischen Arbeiten auf Leinwand und Papier mit der Entstehung von bildnerischer Bedeutung, von räumlichem, nicht erzählendem oder symbolischem Sinn in abstrakter und dennoch nicht gegenstandsloser Bildlichkeit, in der man Zeichen wie Kreuze, Schiffe, Mitren, Schilde, Kreise oder Körbe zu erkennen glaubt, was jedoch irreführend ist, wollte man daraus einen möglichen Bildinhalt interpretieren. Vielmehr geht es Troschke um die Entdeckung von Freiräumen, im Sinne Kandinskys um die Suche nach einem Klang in den Bildern und um die Möglichkeit, seine Werke nach ihrem jeweiligen Abschluss allein zu lassen: „Ein Bild muss nicht schön sein,“ sagt Troschke, „aber es wird jeden, der sich darauf einlässt, an einem bestimmten Punkt bringen, und es verlangt, sich auf eine Verunsicherung einzulassen, auf die Mühe, sich einzusehen. (…) Der Freiraum, in dem ich mich am wohlsten fühle, ist da, wo ich das nicht selber artikulieren kann: ein Konzentrationsraum, in dem eine Balance geschaffen wird, die auch wieder aufgehoben wird.“
In Zeiten des Inszenierens, Installierens und des schnellen digitalen Scheins befragt Wolfgang Troschke das im Entstehen befindliche Bild, einem Orakel gleich, solange, bis sich sein Prinzip von Distanz und Ruhe ganz von selbst einstellt. Seine Bilder sind Energiezentren, Orte des Werdens, der permanenten Veränderung, deren Ende nicht fixiert werden kann.
(Andreas Beaugrand)

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