Standpunkte | The Sorabji Project IV

Jonathan Powell Klavier
Kaikhosru Sorabji »Sequentia Cyclica super Dies irae ex Missa pro Defunctis”
Passacaglia mit 100 Variationen

»Entgrenzung” überschreibt Igor Levit seine »Standpunkte” – die von ihm zusammen mit dem Festival kuratierte kammermusikalische Kulminationsphase innerhalb des Heidelberger Frühling.

Kaikhosru Sorabjis »Sequentia cyclica super Dies irae ex Missa pro defunctis” ist eines der aberwitzigsten Klavierwerke schlechthin. 1948/49 entstanden, existierte die »Sequentia” über Jahrzehnte nur als Mythos. Der Komponist selbst hielt sie für die beste unter seinen rund hundert Arbeiten, ohne sich jedoch um eine Aufführung zu kümmern. Für die Öffentlichkeit komponierte der weitgehend autodidaktisch ausgebildete Engländer parsischer Abkunft (1892–1988), Komponist, Pianist und Kritiker ohnehin nicht.

Stoff für Nerds also? Ja und nein. Wer die »Sequentia” hören will, muss über acht Stunden dafür aufwenden, das Äquivalent eines normalen Arbeitstages.

Der britische Pianist Jonathan Powell, der 2020 die Ersteinspielung der »Sequentia” auf sieben CDs veröffentlicht hat, verbrachte mehr als ein Jahrzehnt mit der Vorbereitung des Projekts. Im Rahmen der »Standpunkte” wird er das zyklopische Werk auf Einladung von Igor Levit, auf fünf Konzerte verteilt, nun erstmals vor deutschem Publikum aufführen.

Konzert ohne Pause (ca. 90 min)

Datum

03 Apr 2022
Beendet

Uhrzeit

11:00 - 11:00
Aula der Alten Universität

Ort

Aula der Alten Universität
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg
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