Besuch bei Mr. Green

Manhattan, ein verstaubtes Apartment an der Upper East Side. Hier scheint seit den sechziger Jahren die Zeit stehengeblieben: Zwischen alten Zeitungsstapeln, ungeöffneter Post und vergilbten Tapeten hat sich der 86jährige Mr. Green verschanzt und lebt nach dem Tod seiner geliebten Frau Yetta vereinsamt vor sich hin. Da klopft ein Fremder im Anzug an seine Tür: Ross Gardiner, ein smarter Banker, der Mr. Green vor ein paar Monaten fast über den Haufen gefahren hätte. Zur Strafe hat ihn der Richter dazu verdonnert, beim Opfer eine Art Sozialdienst abzuleisten – einmal pro Woche soll er Mr. Green besuchen und ihm bei den alltäglichen Erledigungen zur Hand gehen. Doch das kommt für den störrischen Alten überhaupt nicht in Frage, er will keine Fremden in seiner Wohnung, schon gar nicht seinen „Mörder“, der ihn fast in Grab gebracht hat.


Andererseits, nun ist der junge Mann schon mal da, und er hat Suppe mitgebracht; soll man etwa gutes Essen vergeuden – zumal es sogar koscher ist? Mr. Green horcht zum ersten Mal auf, als er erfährt, dass Ross wie er selbst auch Jude ist, auch wenn der den Unterschied zwischen milchick und flaychick nicht kennt – vielleicht lässt sich doch noch ein Mensch aus ihm machen. Ross wird es nicht gerade leicht gemacht, seine Strafe abzubüßen. Woche um Woche trifft sich die „Zwangsgemeinschaft“, widerwillig und zäh. Doch sehr langsam nähern sich die beiden an. Als aber unfreiwillig herauskommt, dass sowohl Ross als auch Mr. Green seit Jahren eine große Lebenslüge verstecken, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt…

 

Der amerikanische Autor Jeff Baron spiegelt in seiner unterhaltsamen, tragisch-komischen, berührenden und psychologisch fein gezeichneten Männer-Komödie Gespräche, die er selbst mit Familienmitgliedern geführt hat. In einem gekonnten Balanceakt der Emotionen erzählt er von zwanghaften Vorurteilen, aber auch von deren Überwindung, von der Möglichkeit des Umdenkens, der Besinnung und der Freundschaft. Barons Broadway-Erfolg „Besuch bei Mr. Green“ wurde in 22 Sprachen übersetzt und in über 40 Ländern in ca. 500 Inszenierungen aufgeführt.

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