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Albertine Sarges

Albertine wuchs im Post-Wende-Kreuzberg auf und spielte ihr Album in Neukölln ein – und von hier aus erstrecken sich ihre Themen über feministische Theorie, Bisexualität und Gender-Stereotypen bis hin zu Mentaler Gesundheit. Diese Themen erkundet sie mit einem spielerischen und chamäleonartigen Antlitz: Von Viv-Albertine inspiriertem Post-Punk und kaleidoskopischem Dream-Pop zu rauen Gitarren und an Tune-Yards erinnernder Vokalakrobatik.

„Es gibt definitiv eine Bipolarität, sogar in den Liedern selbst“, sagt sie. „Meine Musik kann unberechenbar sein, aber das ist einfach meine Natur! Sie hat ein Gefühl der Freiheit, das mein Publikum zu erreichen scheint. Es ist ein Ort ohne Angst. Ein Safe Space, dessen Gastgeberin zu sein ich unglaublich stolz bin.“

Dieser Safe Space ist das Resultat einer Reise, die fast 15 Jahre gedauert hat. In ihren Zwanzigern fing Albertine an, akustische Folkmusik zu schreiben. Ihr Leben änderte sich jedoch, als ihr Vater nach langer Krankheit verstarb und sie mit Depressionen zu kämpfen hatte, die – in Verbindung mit mehreren Infektionen der Stimmbänder – ihr Selbstvertrauen beim Musik machen zerstörten. Erst mit ihrem Alter Ego in Gestalt der gut gelaunten italienischen Diva Ossi Viola und dem Synthie-Duo Itaca begann sie wieder zu ihrem kreativen Ausdruck zu finden. Nach und nach fand eine Öffnung statt: Sie spielte Keyboard für Kat Frankie, arbeitete mit Colin Self zusammen und schloss sich Holly Herndon als Teil des Vokalensembles der Experimentalmusikerin an. Es folgten regelmäßige Beiträge für Zines aus Berlin und Kollaborationen mit lokalen Musiker*innen, mit einer Hingabe, die für sie jahrelang unerreichbar schien.

Die Sessions fassen Albertine Sarges und ihre Herangehensweise an die Kreativität gut zusammen: Sie ist eine Künstlerin, die sich ihren Sinn für Humor bewahrt hat und darauf achtet, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Ihre Musik ist aber auch eine Plattform, um sich selbst zu erforschen und zum breiteren gesellschaftlichen Diskurs beizutragen. Den Auftakt bildet der Slits-artige New Wave-Track „Free Today“ mit einem Zitat der feministischen Schriftstellerin Sara Ahmed über die Relevanz der Theorie. Albertine verwendet dieses Zitat, um die Bedeutung der Popmusik für den gesellschaftlichen Diskurs zu implizieren. „Ich habe mich entschieden, das Album so zu beginnen, weil ich denke, es ist wichtiger denn je zu lesen“, sagt sie. „Wir müssen lesen und tief über die sozialen Medien hinaus eintauchen, die nicht für ein tiefgehendes Studium geeignet sind. Wir müssen um unsere Aufmerksamkeitsspanne kämpfen und uns selbst mit echtem Input versorgen.“

Datum

08 Aug 2021
Expired!

Uhrzeit

19:30
Karlstorbahnhof, Open-Air-Bühne

Ort

Karlstorbahnhof, Open-Air-Bühne
Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Wetter

leicht bewölkt
leicht bewölkt
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Feuchtigkeit: 70 %
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