Spielzeiteröffnung Theater Heidelberg – Ernst ist das Leben (Bunbury)

Die neue Spielzeit am Theater und Orchester Heidelberg wird am 19. September 2020, um 19.00 Uhr, Marguerre-Saal, mit der Premiere von Oscar Wildes Komödie »Ernst ist das Leben (Bunbury)« eingeläutet.

Die Doppelgänger-Komödie zwischen Schein und Sein ist aktuell wie nie und wirft eine Frage auf, die mit der Pandemie eine neue Relevanz bekommen hat: »Wer steckt eigentlich hinter der Maske?«

Beide Hauptpersonen in Oscar Wildes Theaterstück haben sich eine eigene fiktive Person erschaffen, um so aus den gesellschaftlichen Zwängen auszubrechen und sich zu vergnügen. Algernon Moncrieff (Raphael Gehrmann) erfindet einen kranken Freund namens Bunbury, an dessen Krankenlager auf dem Land er angeblich immer wieder gerufen wird. John Worthing (Andreas Uhse) dichtet sich einen Bruder namens Ernst an, der in der Großstadt einen ausschweifenden Lebensstil pflegt und dem er immer wieder zu Hilfe eilen muss. In London gibt John sich dann als eben dieser Ernst aus und führt dessen luxuriöses Lotterleben.

Die Liebe sorgt für Aufruhr in den penibel gepflegten Doppelleben, als sich John in Algernons Cousine Gwendolen (Lisa Förster) verliebt und sie heiraten möchte. Dagegen interessiert sich Algernon für Jacks Mündel Cecily (Sophie Melbinger), die auf dessen Landsitz lebt. Algernon fährt dorthin und gibt sich als Jacks berüchtigter Bruder Ernst aus. Aber beide Gentlemen haben die Rechnung ohne Gwendolens Mutter gemacht, die bei den Heiratsplänen ein unüberhörbares Wörtchen mitzureden gedenkt.

Dem Theaterpublikum ist Regisseur Christian Brey bereits durch seine Inszenierungen von »Mord im Orientexpress«, »Wir sind die Neuen« oder »Dracula« bekannt. Ihn verbindet unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit Entertainer Harald Schmidt und Regisseur René Pollesch.
Oscar Wildes Komödie aus dem Jahr 1895 wurde 2005 von Elfriede Jelinek neu übersetzt: Die absurd aberwitzige und gleichzeitig bitterböse Abrechnung mit Heuchelei, Oberflächlichkeit und einer gewissen Verflachung des Charakters wurde ein Klassiker. Schonungslos, heutig, voll böser Pointen – und wahnsinnig komisch.

Weitere Informationen sowie Karten unter www.theaterheidelberg.de oder an der Theaterkasse, Theaterstraße 10; 06221|5820000; tickets@theater.heidelberg.de

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