Kurpfälzisches Museum offen. Theater zu.

Ab 6. Mai öffnet das Kurpfälzische Museum wieder seine Türen

Nachdem die Landesregierung mit der jüngsten Corona-Verordnung vom 2. Mai 2020 grünes Licht für die Öffnung der Museen im Land gegeben hat, öffnet auch das Kurpfälzische Museum Heidelberg (KMH) am Mittwoch, 6. Mai 2020, wieder seine Türen und zeigt die Sonderausstellung „Herkules- Unsterblicher Held“. Sie war bislang nur in Teilen digital zugänglich. Für das Publikum wird ein Kombiticket angeboten, das den Besuch der Museumsräumlichkeiten mit dem Besuch der Sonderausstellung (Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro) beinhaltet.
 
Wegen der pandemiebedingten landesweiten Schließung der Museen seit dem 17. März 2020 musste die Eröffnung der Sonderausstellung am 25. März entfallen und kann unter den derzeitigen Bedingungen in der ursprünglich geplanten Form auch nicht nachgeholt werden. Da einige Leihgaben aus Italien wegen der durch die Pandemie ausgelösten Einschränkungen nicht mehr nach Heidelberg transportiert wurden, haben die Ausstellungskuratorinnen durch eigene Bestände und durch die spontane Hilfe privater Kunstsammler aus Heidelberg adäquaten Ersatz geschaffen, vor allem durch Skulpturen, aber auch durch Fotografien, Gemälde und Graphiken.
 
Schon jetzt hat das Museum über das Netz eine beeindruckende Resonanz erhalten, viele Besucherinnen und Besucher drückten ihr Bedauern darüber aus, nur noch kurze Zeit – regulär bis zum 12. Juli – Gelegenheit für einen Ausstellungsbesuch zu haben. Deshalb bemüht sich Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp nun, die Ausstellung bis nach den Sommerferien zu verlängern. Optimistisch stimmt ihn, dass einige Leihgeber bereits vor der Schließung signalisiert hatten, eine Verlängerung eventuell zu befürworten.
 
Wie beim Besuch von Geschäften und anderen öffentlichen Einrichtungen gelten auch für die Museumsbesucher die üblichen Sicherheits- und Hygienevorschriften. Das Ausstellungspublikum wird sowohl durch ein Wegeleitsystem als auch durch hauseigenes Personal sicher durch die Ausstellungsräume geleitet. „Artguides“ informieren die Besucher einzeln oder in kleinen Gruppen vor Ort über die Kunstwerke. Das Museumsteam achtet darauf, dass überall der erforderliche Sicherheitsabstand eingehalten wird und stets ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen.
 
Auch an das Tragen einer Schutzmaske wird man sich in den Räumen des Museums gewöhnen müssen. Besucherinnen und Besucher, die noch nicht über eine Maske verfügen, werden an der Kasse damit ausgestattet. Da die landesweite Regelung für die Öffnung der Museen erst ab dem 6. Mai gilt, kann das KMH nicht bereits am Dienstag, wie ursprünglich beabsichtigt, sondern erst am Mittwoch an den Start gehen. Dann ist auch die Textilsammlung Max Berk wieder geöffnet. Das Museum ist dann wieder zu seinen üblichen Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr) geöffnet.

Theater sagt Rest der Spielzeit ab
Der Vorstellungsbetrieb am Theater Heidelberg ist für den Rest der laufenden Spielzeit 2019|20 eingestellt. Alle bisher für diese Spielzeit noch vorgesehenen Vorstellungen werden abgesagt. Das Heidelberger Theater wird weiterhin mit seinen virtuellen Angeboten auf den Social-Media-Plattformen sowie auf der Website für seine Zuschauer*innen da sein und einzelne Projekte im Stadtraum umsetzen. Damit folgt die Stadt Heidelberg der Anordnung des Landes Baden-Württemberg zur Einstellung des Spielbetriebes an seinen Staatstheatern.
 
„Unsere Künstlerinnen und Künstler haben sich in den vergangenen Wochen nach Kräften bemüht, den künstlerischen Input in Heidelberg nicht versiegen zu lassen und dem Theater weiterhin eine Stimme zu geben. Eine Schließung bis Sommer bedeutet natürlich eine noch längere Bühnenabstinenz. Wir vermissen unser Publikum sehr“, erklärte Intendant Holger Schultze.
 
Das Theater wird bereits erworbene Eintrittskarten für ausfallende Vorstellungen automatisch und kostenfrei stornieren, in einen Gutschein umwandeln und per Post den Zuschauer*innen zuschicken. Abonnent*innen werden ihre virtuellen Gutscheine automatisch gutgeschrieben. Alle Besucher*innen, die Tickets ohne Angabe persönlicher Daten gekauft haben, werden gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail an die Theaterkasse zu wenden.

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