Seit die Menschen sesshaft wurden, schaffen sie Kunstwerke. Diese stellen meist menschliche Bildnisse dar (Venus von Willendorf, ca. 30.000 v.u.Z.). Anfangs hatten diese Figuren kultische Bedeutung (Löwenmensch, ca. 40.000 v.u.Z.), später (z.B. in Antike und Renaissance) überwog die Freude an der Schönheit des menschlichen Körpers. Die menschliche (meist weibliche) Figur hat schöpferische Geister immer wieder inspiriert und führte zu unterschiedlichsten Variationen des Themas. Das zunächst wenig variabel erscheinende Vor-Bild der Figur regte die künstlerische Phantasie zu immer neuen Darstellungen an. So kann in einem bearbeiteten Stein ebenso eine „Figur“ entdeckt werden wie in den unendlich vielen Darstellungen des Menschen, die im Laufe der Kunstgeschichte entstanden. Auch formal Strenges und vermeintlich Abstraktes kann Figürliches enthalten und Assoziationen von Körpern auslösen. Im Heidelberger „Forum für Kunst“ widmen sich sieben Künstler*innen der Darstellung von Körpern. Diese Darstellungen der Figur fallen je nach Temperament und Betrachtungsweise der Künstler*innen ganz unterschiedlich aus. Auf diese Weise wird aus einem begrenzten Thema ein umfassendes Experiment: Die Bildhauer Stanford Fata und Knut Hüneke, die Maler*innen Choloud Kassem, Philine Maurus, Sophia Konstanze Rüthel und Karl Heinz Treiber sowie die Fotografin Cordula Meffert, zeigen durch sehr unterschiedliche Aspekte des Körperlichen auf, dass die „Figur“ noch lange nicht abschließend dargestellt wurde. Die Heidelberger Ausstellung zum Thema „Figur“ liefert sowohl grundlegende als auch weitergehende Ansichten.

Veranstaltungsort

Forum für Kunst Heiliggeiststr. 21, 69117 Heidelberg

Di – So 14 – 18 Uhr

5. Juli – 4. August

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